... ohne Streusalz

21.1.2015 Kornwestheimer Zeitung

Die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt. Falls es jetzt noch Niederschlag gibt, ist höchste Alarmstufe für Grundstücksbesitzer und andere Kehrwochenpflichtige: Es droht glatt zu werden, und sie haben das Haftungsrisiko, sind für die Sicherheit auf ihren Bürgersteigen verantwortlich. Da hilft dann nur eines: Streusalz, oder?


Viele Gründe sprechen gegen Streusalz. Das bleibt nämlich nicht da wohin es gestreut wurde, sondern gelangt auch an Sträucher und Bäume und schädigt deren Nährstoffhaushalt. Das zeigt sich oft erst im Frühjahr und Sommer, wenn trotz  ausreichendem Regen salzgeschädigte Straßenbäume vertrocknen. Auch unsere
vierbeinigen Freunde leiden, denn das Salz kann zu Entzündungen an den Pfoten führen. Und wem das noch nicht reicht, der denke an Grundwasserversalzung und Korrosionsschäden an Brücken und Kraftfahrzeugen, die uns Steuerzahler und Autobesitzer viel Geld kosten.


In Deutschland gibt es keine einheitliche Regelung zum Einsatz von Streusalz, meist findet das auf kommunaler Ebene statt. Auch Kornwestheim regelt, und zwar wie folgt:
„Zum Streuen dürfen nur abstumpfende Materialien wie Sand, Splitt oder Asche verwendet werden. Die Verwendung von Salz oder salzhaltigen Stoffen ist aus Umweltschutzgründen grundsätzlich verboten. Sie dürfen nur bei Eisregen und Eisglätte und ausschließlich an
besonderen Gefahrenstellen wie Steilstrecken und Treppenanlagen verwendet werden.“


Hier sind bereits die Alternativen aufgeführt: Der verantwortungsbewusste Kehrwöchner kauft Granulate, Split, Sand oder Kies. Im Handel gibt es vom Umweltbundesamt (UBA) getestete Produkte. Das UBA hat für Streumittel, die bestimmte ökologische Anforderungen
erfüllen, das Umweltzeichen "Blauer Engel - weil salzfrei" vergeben. Achten Sie daher beim Kauf von Streugut auf das Umweltzeichen "Blauer Engel". Und wer so clever ist, Streugut zu kaufen, das später zusammen gekehrt und wiederverwendet werden kann, der schont  sogar noch den Geldbeutel.

Pressemeldung der Stadt Kornwestheim zum Einsatz von Streusalz