... Nistkästen selber bauen

4.2.2015 Kornwestheimer Zeitung

Bald machen sich die Vögel wieder auf die Suche nach Plätzen, an denen sie brüten und ihren Nachwuchs aufziehen können. Schon jetzt hört man die Reviergesänge von Kohlmeise und Co, bald kommen auch die Zugvögel zurück und suchen ein Zuhause. Da es aber immer weniger Hecken und hohle Bäume gibt, mangelt es ihnen an geeigneten Quartieren.


Lange Winterabende eignen sich wunderbar, um sich am Bau von Nistkästen zu versuchen. Das macht schon alleine Spaß, mit Kindern noch mehr, und die Vogelwelt freut sich, wenn die selbstgebauten Unterkünfte anschließend im Garten aufgehängt werden. Mit ein wenig Glück kann man später verfolgen, wer in den Nistkasten einzieht und wie die Jungtiere versorgt werden.


Häufig bleiben die Quartiere auch nach der Brutzeit nicht leer. Siebenschläfer oder Waldmaus finden darin Unterschlupf. Auch manche Hummeln bauen dort gern ihre Nester. Im Herbst und Winter finden Vögel Schutz in kalten Nächten.


Neben den bekannten Kästen für Kohl- und Blaumeisen gibt es ganz unterschiedliche Modelle für verschiedene Arten. Viele Vogelarten wie beispielsweise Grauschnäpper, Gartenrotschwanz oder Bachstelze stellen spezielle Anforderungen an ihr Brutquartier aus Menschenhand. Deshalb weichen die Größe des Kastens, Grundfläche und Fluglochgröße voneinander ab.


Praktische Bau-Tipps gibt es in der NABU-Broschüre „Wohnen nach Maß“. Diese ist gegen eine Schutzgebühr von 2 Euro plus Versandkosten erhältlich: NABU Baden-Württemberg, Tübinger Str. 15, 70178 Stuttgart, Tel. 0711-966 72 12 oder Service@NABU-BW.de


Natürlich gibt es die Informationen auch im Internet: Hier finden Sie Bauanleitungen zum Herunterladen für die beiden Brutkastenklassiker. Auch welches Baumaterial Sie verwenden sollten und wie der Kasten am besten aufgehängt wird, ist ausführlich beschrieben. Und schließlich auch, was bei der jährlichen Reinigung zu beachten ist.