Neuseelandlamm

 

Aber natürlich 3.4.2019

 

Ostern steht vor der Tür. Da wird traditionell in vielen Familien Lamm gegessen. Aber woher kommt das Fleisch?

 

Bekanntermaßen exportiert Neuseeland viel Lammfleisch. Das findet sich auch hier in den Tiefkühltruhen der Supermärkte. Aber wie sagt schon Goethe: „Warum in die Ferne schweifen? Sieh das Gute liegt so nah.“ Regionales Lammfleisch zu kaufen hat gegenüber dem neuseeländischen den Vorteil, dass es nicht um den halben Erdball transportiert wird.

 

Diese Sache mit dem ökologischen Fußabdruck des Fleisches ist das Eine. Das Andere ist, dass es die Schäferei bei uns zunehmen schwer hat. Die Preise für die Wolle lohnen fast das Scheren nicht, aber gemacht werden muss es. Und die geringen Fleischpreise können auch nicht genug zum Auskommen der noch wenigen Wanderschäfer beitragen. Dabei ist Lammfleisch eine der besten Fleischarten, denn die Tiere weiden nur das ab, was für sie gesund ist. Und die Förderung der Schäferei ist ein guter Beitrag zum Artenschutz denn von Schafen beweideter Magerrasen ist eines der artenreichsten Biotope, die wir hier im Ländle haben. Leider nimmt die Wanderschäferei ab.

 

Und schon sind wir bei Thema Wolf und Schäferei. Normalerweise meiden Wölfe die Zivilisation. Jahrhunderte haben sie hier gelebt, eigentlich gehören sie als wilde Vorfahren unserer Haushunde auch zu uns. Der Naturschutz steht hier vor einem ähnlichen Dilemma wie bei der Frage „Rotmilanschutz oder regenerative Windenergie?“. Hier müssen die vorhandenen naturschutzrechtlichen Vorschriften bei der Genehmigung von Windkrafträdern strikt eingehalten werden dann geht beides. Ähnlich verhält es sich bei „Wolf oder Schäferei?“ Es kann beides gehen, wenn im Gefahrfall Vorsorge betrieben und im Schadensfall ausreichende Schadensregulierung statt findet.

 

 

 

Gespräch zwischen Wolfsbotschafter und MdL Markus Rösler und dem Markgröninger Stadtschäfer Edmund Wörner

 

Kontaktseite der Schäferei Simmendinger in Kornwestheim

 

Kontaktseite zur Metzgerei Wildermuth in Markgröningen, wo es Lammfleisch von Edmund Wörner gibt.